​​​​Warum unser Sortiment nicht vollständig Bio ist

Wir werden häufig gefragt, warum wir nicht alle unsere Säfte in Bio-Qualität herstellen. Die Beantwortung dieser Frage ist nicht ganz einfach und muss aus mehreren Perspektiven betrachtet werden.  In diesem Artikel möchten wir auf die Vor- und Nachteile von Bio Produkten eingehen und erklären, warum auch Streuobstwiesen und das Obst von Privatpersonen wichtig für unsere Umwelt sind.


Über 90% aller deutschen Haushalte kaufen regelmäßig Bio-Produkte. Es herrscht die einhellige Meinung, dass man sich mit Bio-Produkten gesünder ernährt, eine höhere Qualität erwirbt und dabei auch noch etwas gutes für die Natur tut. Ganz so einfach ist es aber leider nicht. 

Stiftung Warentest hat bei einer Langzeitstudie herausgefunden, dass Bio-Produkte im Durchschnitt qualitativ nicht besser als herkömmliche Lebensmittel sind. Vergleicht man einen konventionell angebauten Elstar-Apfel mit einem Bio-Elstar-Apfel, unterscheiden sich diese auf keinste Weise in ihren Nährwerten.

Trotzdem ist Bio deswegen noch lange nicht Unsinn. Bio-Bauern gehen einen nachweislich nachhaltigeren und umwelt-schonenderen Weg als konventionelle Bauern. Bio Obst und Gemüse hat nachweislich einen deutlich niedrigeren Pestizitgehalt. Außerdem sind Gentechnik und der Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und Düngern verboten.

Kurz gesagt: Der Einkauf der Bio-Produkte hilft der Natur und somit unserem gesamtem Planeten.

Vorteile

  • Weniger Pestizide  
  • Keine Gentechnik
  • Umweltschonend
  • Nachhaltig

Nachteile

  • Etwas teurer

Darum sind nicht alle unsere Produkte Bio

1

Erhalt unserer Streuobstwiesen

Streuobstwiesen sind vom Menschen geschaffene Kulturlandschaften. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass viele unterschiedliche Obstbäume verstreut in der Landschaft stehen. Es werden kaum Dünger oder Pestizide eingesetzt. Die Natur ist hier völlig im Einklang. Wir fördern die deutschen Streuobstwiesen und verarbeiten gerne das dort auf natürliche Art gewachsene Obst zu Saft.  Da die Streuobstwiesen in der Regel nicht Bio-Zertifiziert sind, dürfen wir dieses Obst natürlich auch nicht in unserem Saft als Bio deklarieren. Und das, obwohl die Qualität vergleichbar mit dem Obst der Bio-Bauern ist.

2

Kurze Wege = Wenig CO²

Unser Betrieb ist in Bad Sassendorf - Lohne ansässig. Wir liegen somit mitten in der Soester Börde, einem Gebiet mit der höchsten Bodengüte in Deutschland. Leider wird in unserer Region nicht genügend Bio-Obst angebaut. Natürlich könnten wir auch Bio-Obst in großen Mengen importieren, dann müssten allerdings etliche LKWs immer hin und herpendeln. Wir wären maßgeblich an einem viel höheren CO² Ausstoß beteiligt. Das wollen wir nicht, da es nicht unserem Umweltgedanken entspricht. Daher greifen wir lieber auf regionales konventionelles Obst zurück, denn auch das Obst unserer ortsansässigen Bauern bietet eine hervorragende Qualität.

3

Obst vom Straßenrand und von Privatpersonen

In der Saison können Privatpersonen die Äpfel und Birnen aus ihren Gärten oder von den freien Obstbäumen am Straßenrand in unserem Hofladen abgeben. Dafür können Sie aus unserem gesamten Sortiment zu einem vergünstigten Preis einkaufen. Da das gebrachte Obst keine Bio-Zertifizierung hat, können wir daraus natürlich auch keinen Bio-Saft herstellen. Trotzdem handelt es sich bei dem gebrachten Obst meistens um ungespritzte Ware mit hervorragender Qualität.